• Die Sache mit den großen Gefühlen

    Ich finde es immer wieder erstaunlich, wie oft ich Menschen erzähle, dass ich viel fühle – und wie überrascht sie später trotzdem davon sind. Nicht im Sinne von „ich bin ein bisschen sensibel“. Mehr im Sinne von: Ich betrete einen Raum und merke meistens ziemlich schnell, wenn irgendwo etwas in der Luft hängt. Ich höre Dinge zwischen Sätzen. Sehe, wenn…

  • Vielleicht muss ich gar nicht ankommen

    Ich stecke gerade im sogenannten Writer’s Block. Wobei „Block“ ein ziemlich optimistisches Wort dafür ist, dass in meinem Kopf ungefähr 37 Gedanken gleichzeitig Möbel verrücken. Leer ist es hier jedenfalls nicht. Ich möchte schreiben. Dinge anfangen. Ideen umsetzen. Projekte aus irgendwelchen staubigen Gehirnschubladen holen, ihnen kurz den Staub von den Schultern klopfen und endlich herausfinden, was eigentlich aus ihnen werden…

  • Die einsame Wanderin, die gar nicht einsam ist

    Heute ist der letzte Tag im August und mir ist in letzter Zeit wieder öfter aufgefallen, dass die Art, wie ich bin, Menschen anscheinend verwirrt. Mein Charakter, meine Hobbys, meine Vorstellung von einem perfekten freien Tag, meine Art Nähe zuzulassen und gleichzeitig wahnsinnig gerne allein zu sein. Wenn man versucht, mich in ein paar einfache Sätze zu packen, wird daraus…

  • Zurzeit fühlt sich ehrlich gesagt jeder Tag ziemlich schwer an.

    Ich weiß. Nicht gerade die poetischste Art, nach einer Sommerpause wieder aufzutauchen. Kein „Hallo, da bin ich wieder, erholt und voller neuer Ideen“.Kein dramatischer Sonnenuntergang.Nicht einmal metaphorischer Rückenwind. Aber das war heute das Erste, was aus mir rauswollte. Also bekommt es seinen Platz. Was waren das bitte für Wochen. Unerwartete Plottwists, Rückschläge, unfreiwillige Neuorientierungen und ein paar Entwicklungen, bei denen…

  • Heute ist wieder schwer.

    Gestern eigentlich auch schon, aber da habe ich noch gehofft, es wäre einfach nur ein schlechter Tag. Letzte Woche dachte ich sogar, das Schlimmste wäre erstmal vorbei. Sehr optimistisch von mir. Heute hat sich mein Kopf wieder in diesen grauen Nebel eingerollt, in dem selbst kleine Dinge plötzlich aussehen wie Tagesprojekte. Aufstehen. Duschen. Essen machen. Mich nicht wieder hinlegen. Und…

  • Nah genug, um fast zu funktionieren

    Im Nachhinein fühlt es sich oft so an, als wäre ich selbst gegen eine Wand gelaufen. Gegen meine eigene nämlich. Nicht besonders elegant. Nicht dramatisch genug für einen Film, aber auch nicht nüchtern genug, um es einfach nur „einen schlechten Moment“ zu nennen. Eher wie ein innerer Unfallbericht, den niemand lesen will, außer vielleicht mein schlechtes Gewissen, das sowieso immer…

  • Ich bin nicht die Wolke

    Depression ist auch — kleiner als ich. Das klingt vielleicht erstmal frech. Fast ein bisschen respektlos gegenüber diesem großen dunklen Ding, das manchmal mitten in mir die Möbel verrückt, das Licht ausknipst und so tut, als hätte es hier Mietrecht. Aber es stimmt. Sie ist kleiner als ich. Auch wenn sie sich riesig anfühlt. Auch wenn sie manchmal den ganzen…

  • Captain Chaos meldet sich zurück

    Ironischerweise war mein letzter Blogpost über Migräne. Also wirklich: ironischerweise. Ich wollte ein bisschen mehr Licht auf dieses Thema werfen. Ein paar Worte finden für dieses neurologische Unwetter, das so oft kleingeredet wird, obwohl es ganze Tage aus dem Leben reißen kann. Ich wollte erklären, dass Migräne nicht einfach Kopfweh ist, nicht bloß „leg dich halt kurz hin“, nicht nur…

  • The Girl Who Turned Thoughts Into Worlds

    Lately, I have been feeling that spark in me again. Not just a small flicker.Not just another sudden idea passing through my head at midnight, waving dramatically before disappearing into the fog of all the other things I said I would maybe, eventually, one day create. No. This feels older than that. It feels like something in my bones remembering…

  • Unwetter im Kopf

    Migräne als unsichtbares Unwetter — und Schreiben als Versuch, daraus etwas Leuchtendes zu kochen. Ich bin wieder auferstanden. Nicht besonders glamourös, nicht mit dramatischem Licht von hinten und wehenden Haaren im Wind, sondern eher in Jogginghose, mit müden Augen, einem Körper auf Energiesparmodus und einer neuen, äußerst stylischen Migränebrille auf der Nase. Man muss die kleinen Siege feiern. Oder zumindest…