Ich, das Universum und ein Jahr voller Magie

Ein neues Jahr.
Und ich stehe hier mit meinem Kaffee, zerzausten Gedanken und dieser leisen Frage im Kopf:
Muss ich eigentlich schon wieder neu anfangen?

Die Antwort kommt überraschend ruhig.
Nein. Zum ersten Mal nicht.

2026 ist kein Jahr des Abrisses. Kein „alles auf null“.
Es ist ein Weitergehen. Barfuß. Mit Narben. Mit mehr Rückgrat – und gleichzeitig weicherem Herzen.

Und ja, ein frohes neues Jahr an alle da draußen.
(Außer an die, die meinen, ihre inneren Baustellen mit möglichst viel Krach übertönen zu müssen.
Euch wünsche ich Heilung. Denn alles, was ihr rausballert, findet irgendwann seinen Weg zurück.
Das Universum schläft nicht.)

Ich tausche mein Visionboard aus – nicht, weil das alte falsch war, sondern weil ich ihm entwachsen bin.
2025 hat ganze Arbeit geleistet. Es hat mir alles aus den Händen gerissen, was mich festgehalten hat.
Alte Muster. Alte Menschen. Alte Versionen von mir selbst, die längst nicht mehr gepasst haben.

Und jetzt?
Jetzt ist da Platz.

Dieses Jahr fühlt sich anders an.
Wie der erste Schritt auf einen Weg, der nicht laut ruft, sondern leise zieht.
Mein Herzensweg. Richtung Träume. Richtung Wahrheit. Richtung mir.

Ich erlaube mir Glück. Und Freiheit.
Ohne Schuldgefühl.

Keine falschen Freunde mehr.
Keine Wölfe im Schafspelz.
Keine Energiesauger, die sich Nähe verdienen, aber keine Verantwortung tragen.
Mein Kreis wird (noch) kleiner – und ehrlicher.

Ich manifestiere keine Perfektion. Ich manifestiere Erlebnisse.
Eine Reise mit mir selbst. Weit weg.
Dorthin, wo Erinnerungen entstehen, die auch in zehn Jahren noch warm im Bauch kribbeln.
Neue Wege in meiner Arbeit. Die Disziplin, wirklich für meine Zukunft loszugehen.
Nicht halb. Sondern echt.

Und dann sind da diese Menschen. Die Sonderbaren. Die schwarzen Schafe.
Die, die nie ganz reingepasst haben – weil sie zu tief, zu wild, zu viel waren.
Endlich treffe ich sie. Endlich erkennen wir uns.

Auch die Liebe darf wieder anklopfen. Vorsichtig. Mit Geduld.
Ich bin bereit zu lernen, dass Liebe nichts Bedrohliches ist, wenn sie echt ist.
Dass es alte Seelen mit guten Herzen gibt. Menschen, die mehr Farben kennen als nur Schwarz und Weiß. Vielleicht ein Puzzleteil, das nicht perfekt ist – aber passt.

Mein Herz schlägt besonders laut, wenn ich an meine kleine Familie denke.
Gesundheit. Kraft. Lachen.
Für meine Mama. Für Luke. Für all die Momente, die wir noch sammeln werden.

Und irgendwo da draußen – oder vielleicht schon ganz nah – wartet mein Hexenhaus. Mein Zuhause.
Ich spüre, wie sich Zahnräder bewegen. Wie Wege heller werden. Das Universum arbeitet. Immer.

2026 wird außerdem kreativ. Wild. Rücksichtslos ehrlich.
Pinsel raus. Stifte in die Hand. Worte aufs Papier.
Mein Buch atmet schon.
Die Hexe von nebenan – sie will erzählt werden.

Ich ehre meinen Körper. Jeden Tag ein bisschen mehr.
Ich nähre ihn. Ich bewege ihn. (Und ja – dieses Jahr bitte mit etwas mehr Durchhaltevermögen.)

Ich verstecke mich nicht mehr.
Die Welt darf mich sehen.
Schräg. Bunt. Laut. Zart.
Ganz.

Ich liebe das Universum.
Und es liebt mich zurück – davon bin ich überzeugt.

Lass uns dieses Jahr gemeinsam beginnen.
Nicht gegeneinander. Nicht im Kampf.
Sondern miteinander. Als neue Chance.
Heute. Jetzt.