• Ein Montag voller Menschsein

    Weil manchmal der wichtigste Schritt ist, die Seele wieder aufwachen zu lassen.Manchmal merkt man nämlich erst im Rückblick, wie sehr man sich selbst vermisst hat. Irgendwann in der letzten Zeit, ist mir aufgefallen, dass ich mich wieder leise aus meinem eigenen Leben geschlichen habe.Statt mitten drin zu stehen, war ich nur noch Beobachterin. Als wären die Farben in mir in…

  • Ich bin nicht hier, um mich kaputt zu machen

    Ich bin wütend.Frustriert. Verzweifelt.Ich könnte schreien und weinen zugleich. Zwar würde ich sagen, dass ich zäh bin, belastbar, widerstandsfähig – aber tief in mir merke ich immer wieder, wie sehr mich dieser ständige Druck unglücklich macht.Wie sehr er mich mental auslaugt.Und wie mein Umfeld das mitträgt, obwohl niemand es so nennen will. Diese Leute, die behaupten, sie bringen unter Druck…

  • Ich weiß wohin ich will — und trotzdem zieht es mich kurz zurück.

    Ich schreibe, weil Veränderung manchmal im Stillen beginntund ich mir selbst dabei zuhören will, wie ich werde.Nicht aus Verlust, sondern aus Reife.Nicht, weil ich zerfalle — sondern weil ich mich neu zusammensetze. Manche Gefühle tragen Schatten, manche Licht,und oft weiß ich erst später, welches welches war.Aber ich lerne, dass Wachstum beides braucht:Zartheit und Klarheit, Mut und Zögern, Mondlicht und den…

  • Dort, wo Liebe hätte sein sollen

    Blut verbindet Körper.Doch Liebe verbindet Seelen. Uns wird beigebracht, dass Familie ein Versprechen ist.Dass Nähe selbstverständlich sei, und Zugehörigkeit eine Pflicht.Dass Loyalität Pflicht sei, und Liebe vorausgesetzt werden darf,nur weil man denselben Nachnamen trägt. Doch nicht jede Bindung nährt uns.Manche fesseln. Manche brechen. Manche machen leise kaputt. Man darf gehen. Man darf wählen.Familie ist nicht nur das, worin man geboren…

  • Und irgendwann wurde mein Körper wieder Heimat

    Vom Hungern, vom Lernen, vom Heilen. 🌱 Triggerhinweis:In diesem Text geht es um Essstörungen, Körperbild, familiäre Themen und mentale Gesundheit.Lies bitte achtsam – nur so, wie es sich für dich gut anfühlt.Wenn du merkst, dass etwas in dir anklopft: atme, pausiere, komm später zurück.Du bist wichtiger als jeder Text. Da ich mir inzwischen mein zweites Standbein immer stabiler aufbaue und…

  • Für den Fall, dass wir uns wiederfinden

    Manche Menschen beendet man nicht wirklich.Nicht, weil man festhält, sondern weil etwas an ihnen zu wahr war, um einfach zu verschwinden.Es gibt Verbindungen, die nicht enden — sie werden nur leiser, treten ein Stück zurück, warten irgendwo im Hintergrund, als würden sie darauf vertrauen, dass man eines Tages wieder hinsieht. Ich habe nie verstanden, wie man so leicht mit Menschen…

  • Ein Brief ans Leben (und an meinen Seelenhund)

    Zwischen Pfoten und Herzschlägen – was Luke mich über Liebe gelehrt hat.Ein Text über Mut, Verlustangst, Vertrauen –und die unerschütterliche Liebe, die bleibt, wenn alles andere vergeht. Ich sag immer, wie gern ich allein bin, wie sehr ich das genieße und dass es mir nichts ausmacht.Doch dann sitz ich am Abend auf meinem Wohnzimmerboden, sehe Luke vor mir – und…

  • Ein Brief, der zu spät kam – und doch genau richtig.

    In Erinnerung an euch Neulich habe ich gesagt, wie gut ich mich heute wohl mit euch beiden verstehen würde.Und dieser Gedanke hat mich nicht mehr losgelassen. Denn irgendwie hatte ich nie die Chance, wirklich Enkelin zu sein – zumindest nicht so, wie man sich das vorstellt. Oder wie ich es von anderen erzählt bekomme. Die kurze Zeit, die ich mit…

  • Über Nähe, Narzissmus und das stille Wiederfinden zu sich selbst

    Manchmal begegnen wir Menschen, die uns lieben, wie sie sich selbst lieben – bedingt, brüchig und gerade so überzeugend, dass wir es eine Zeit lang glauben.Narzissmus zeigt sich nicht immer laut. Oft trägt er das Gesicht von Nähe, Verständnis oder Freundschaft – bis man merkt, dass Liebe zur Bühne geworden ist und Selbstreflexion den Vorhang scheut. Dieser Text ist kein…

  • Ich schreibe weiter, wo das Kind aufgehört hat

    Normalerweise ist es ja so – zumindest laut dem gesellschaftlichen Klischee –, dass das älteste Kind immer am meisten übersehen wird. Auf sie wird am wenigsten geachtet, weil sie ja die Ältesten sind. Die Aufmerksamkeit fällt meistens auf die jüngeren Geschwister: Sie haben mehr Freiheiten und bekommen oft auch mehr Liebe und Zuneigung.Normalerweise eben. Und dann gibt es die Jüngsten,…