Gedanken

Juni, du Wirbelwind – Zeit für ein bisschen Rückblick, Reflektion & neue Manifestationen.

Hallo meine Lieben – lange ist’s her!

Es fühlt sich fast surreal an, wieder in die Tasten zu hauen – nicht weil es nichts zu erzählen gäbe, sondern eher, weil es mir in letzter Zeit tatsächlich gut ging. Und wie paradox das doch ist: Sobald es ruhig(er) wird im Inneren, wird das Schreiben plötzlich schwieriger. Aber gerade deshalb ist es jetzt an der Zeit, ein kleines Lebenszeichen von mir zu geben.

Der Juni ist an mir vorbeigezogen wie ein Sommersturm. Ich habe sehr deutlich gemerkt, wie herausfordernd das ganze Thema Work-Life-Balance sein kann – vor allem, wenn man, wie ich, noch relativ neu auf diesem Gebiet ist.
Arbeit, Studium, Haushalt, soziale Kontakte … alles unter einen Hut zu bringen fühlt sich momentan an wie ein Jonglier-Act auf einem brennenden Einrad. Und die Hitzewelle hat’s auch nicht leichter gemacht.

Aber hey – es ist tatsächlich der zweite Monat in Folge, in dem ich sagen kann: Mir geht’s gut.
Ungewohnt, fast verdächtig – aber willkommen!

Für den Juli wünsche ich mir vor allem eins: Gleichgewicht.
Ich möchte mir wieder bewusster Zeit für mich selbst nehmen. Im Juni ging das ein bisschen unter – was okay war, aber ich merke, wie sehr ich die ruhigen Momente mit mir selbst vermisst habe.

Außerdem will ich wieder mehr Struktur in meinen Alltag bringen – allerdings ohne diesen klassischen Druck, der oft damit einhergeht. Vielmehr geht’s mir um sanfte Routinen, um Räume für Kreativität, Spontanität und echte Lebensfreude.

Meine Hobbys winken mir schon aus der Ferne und rufen: „Komm endlich wieder spielen!“
Also: Mehr Kreativität. Mehr Magie. Mehr Ich.

Trotzdem will ich den sozialen Aspekt nicht vernachlässigen – denn warum sollte das eigentlich ein Entweder-Oder sein? Ich glaube fest daran, dass sich auch hier ein schönes Gleichgewicht finden lässt. Ich freue mich auf inspirierende Gespräche, gemeinsames Lachen und tiefe Verbindungen.

Mein Vorsatz aus dem letzten Monat bleibt übrigens bestehen: Mehr schreiben, mehr teilen, mehr Blogleben.
Selbst wenn die Inspiration mal etwas zaghafter daherkommt – ich bleibe dran.

Für heute war’s das erstmal von mir. Ich wünsche euch einen zauberhaften Start in den Juli, voller Licht, Leichtigkeit und innerem Sonnenschein. Haltet die Ohren steif, bleibt neugierig – und seid bereit für all das Gute, das vor euch liegt.

Bis ganz bald 💛

Sonntag, 8. Juni 2025 – Vatertag

Letztes Jahr habe ich einen kurzen Text auf Instagram veröffentlicht – eines der ersten Male, dass ich die Welt an meinen Gedanken teilhaben ließ. Dieses Jahr gebe ich euch einen Einblick hinter die Kulissen.

Ironischerweise dachte ich kurz daran, „meine schönste Kindheitserinnerung an oder mit meinem Vater“ mit euch zu teilen. Doch ich musste feststellen, dass es so etwas nicht einmal ansatzweise gibt. (Da war sogar ich eine Sekunde lang überrascht – geb ich ehrlich zu.)

Generell tue ich mir, ehrlich gesagt, schwer damit, schöne Erinnerungen aus meiner Kindheit oder Jugendzeit zu finden. Das Schönste an dieser Zeit – und generell in meinem Leben – ist meine Mama. Aber ein Text für diese tolle Frau ist heute nicht meine Intention.

Im ganzen Brainstorming, worüber ich heute schreiben könnte, bin ich gedanklich mehrmals im Kreis gelaufen. Bis ich beschloss, einfach eine Art Sneak Peek ins Leben von Ines zu teilen.
Ganz persönlich und ungefiltert. Eine erweiterte Vorstellungsrunde für alle,
die mich (noch) nicht so gut kennen.

Ich bin die Jüngste von drei Kindern – die „Nachzüglerin“, das „Küken“.
Die ungeplante und finale Erweiterung unserer Familie.
Meiner Meinung nach wurde einfach um dringende Unterstützung für meine Mama gebeten
– und hier war ich auch schon.
Die Jüngste, um die man sich nie Sorgen machen musste, weil schlichtweg keine Zeit dafür da war.
Der Buhmann für andere Familienmitglieder – ein Boxsack hat in unserer Familie wohl noch gefehlt.
Das altbekannte schwarze Schaf – immer anders, schon immer komisch, und immer allein.

Die Jüngste, die ehrlich gesagt nie Kind sein durfte – als wäre ich mit Führerschein und Personalausweis auf die Welt gekommen. Gerade erst hier, und schon erwachsen. Keine Zeit für kindische Träume.
Die Beschützerin meiner Mama – eine Rolle, in die ich mich freiwillig begeben habe.
Als wäre es das Natürlichste auf dieser Welt.
Und natrülich, der größte Feind meines Vaters – das verstand ich erst Jahre später.
Stimmig zum Vatertag, oder?

Mein Vater – der in mir etwas sah, das er zerstören wollte.
Oder vielleicht sah er auch einfach gar nichts mehr, zwischen all den Bierflaschen, wer weiß.
Mein Vater – der Mann, der mir zeigte, was ein richtiger Mann NICHT sein sollte.
Der Mann, der wie ein Schatten bleibt – auftaucht, wenn Panik in mir hochkriecht oder ich wieder einmal tiefer sinke als gedacht.
Der Mann, den ich vor mir sehe, wenn ich wütend bin – denn erst in diesen Momenten fühle ich mich wie dein Kind. Und in genau solchen Momenten hasse ich mich selbst am allermeisten.

Der Mann, der mir zeigte, dass „Nein“ nur ein Wort ist, das ignoriert wird.
Dass die eigene Meinung nicht zählt.
Dass es nie um Frauen ging – nur um Macht. Egal wie jung. Egal wie alt.
Dass Familie nur eine Fassade ist, die um jeden Preis aufrechterhalten werden muss.
Dass man seine Hände eher hebt, um zu verletzen, als um zu halten – vor allem bei den Menschen, die zu nah dran sind.

Mein Vater hat mir beigebracht, dass es nicht reicht, selbst zu fallen
– man muss andere mitziehen, um den eigenen Abgrund bewohnbar zu machen.
Dass Schmerz erst erträglich wird, wenn man ihn teilt – nicht durch Worte, sondern durch Wunden, die man anderen zufügt.
Aber: Die Schuld trägt man nie selbst.
Mein Vater hat mir gezeigt, dass man alles rechtfertigen kann – solange man sich selbst zum Opfer erklärt.
Man muss nur überzeugend lügen.
Geschickt manipulieren.
Dann kommt man durch – irgendwie.

„Es gibt nicht zu viele Probleme – nur zu wenig Alkohol“, würde er vermutlich sagen.
Er – der die Meinung vertritt, dass der lauteste Mann der stärkste und schlauste ist.

Und trotzdem … habe ich es auch heute nicht in mir, diesen Mann zu hassen.
Denn niemand hasst ihn mehr als er sich selbst. Und genau dieser Hass ist sein ewiger Fluch.

Und die größte Strafe für so einen Menschen?
Tag für Tag mit sich selbst leben zu müssen.

Und so, wie ich die Wut als Teil von mir angenommen habe – habe ich auch dich akzeptiert.
Denn ohne dich gäbe es mich nicht.
Und vielleicht wäre ich dann jemand ganz anderer geworden.
Wer weiß, ob ich heute dieselbe Stärke in mir trage.
Ob ich dieselbe Klarheit hätte.
Manchmal liegt Sinn nicht im Erlebten,
sondern im Überleben.

Im nächsten Leben wünsche ich dir Heilung.
Und mir – dass ich nie wieder Teil deiner Geschichte sein muss.

Alles Liebe zum Vatertag!

Für dich, für mich, für uns – ein Text über das, was uns verbindet.

💌 Von Frau zu Frau. Von Herz zu Herz. Worte, die wir öfter hören sollten.

In letzter Zeit kommt mir immer wieder derselbe Gedanke – in den unterschiedlichsten Momenten meines Tages: Wie schön es ist, von so vielen wunderbaren Frauen umgeben zu sein.

Keine engen Freundinnen, kein täglicher Kontakt.
Man kennt sich flüchtig, vom Sehen, vom Hören. Man weiß, wer die Andere ist – und das reicht schon.
Denn auch ohne große Worte spürt man sie: diese positiven, stillen Energien, die zwischen uns fließen.

Ich spreche aus Erfahrung, wenn ich sage: Ich habe mich früher immer besser mit Jungs verstanden.
Besonders in der Zeit des Aufwachsens war es unter uns Mädchen oft schwierig.
Ja, es gab Ausnahmen – aber der Weg zu echter Verbindung war für mich ein ständiges Lernen, manchmal auch ein schmerzliches.

Es hat gedauert, bis ich wirklich bereit war, mich auch bei anderen Frauen zu öffnen – mich wirklich zu zeigen. Und auch dann ging es die ersten Male gründlich schief.
Ich war zu direkt, zu laut, zu ehrlich, zu verrückt – nie „richtig“ genug. Vielleicht, weil viele sich selbst genau das nie erlaubt haben.
Ich war nie die, die sich in Cliquen einfügt oder vergleicht. Und genau das hat mich oft zum Außenseiter gemacht.

Meine ersten besten Freundinnen haben mich fallen lassen. Haben sich über mich beschwert, hinter meinem Rücken. Und als es dann vorbei war, hieß es: Ich sei schuld.
Ich hätte mich zu wenig bemüht, hätte nicht funktioniert. Immer wieder war ich die, die „nicht gepasst“ hat.

Und trotzdem – ich hab nie aufgehört, es wieder zu versuchen.
Denn irgendwo in mir war da immer dieses Gefühl, dass Freundschaft unter Frauen etwas ganz Besonderes ist.
Damals wusste ich noch nicht, was genau. Heute weiß ich es mehr und mehr.

Denn ich glaube: Uns wird von klein auf ein Konkurrenzkampf aufgezwungen.
So früh schon vergleichen wir uns – im Aussehen, im Verhalten, in der Rolle, die wir spielen sollen.
Nie zu viel. Nie zu wenig.
Schön, aber natürlich. Schlank, aber nicht zu dünn.
Ambitioniert, aber nicht zu ehrgeizig.
Stark, aber bitte nicht zu stark.
Nicht zu laut. Nicht zu still. Nicht zu sexy. Nicht zu brav.
Lustig, aber nicht albern.
Trink ein Glas, aber nicht zwei.
Geh feiern – aber nicht zu oft.
Sei begehrenswert, aber bloß nicht „zu“ irgendwas.

Es ist ein endloses Jonglieren mit Erwartungen.
Und wer auch immer diese Regeln aufgestellt hat – war ganz sicher nie eine Frau, die sich nach echter weiblicher Verbindung gesehnt hat.

Denn jetzt – mit jedem Jahr mehr – begreife ich besser, was wir Frauen uns gegenseitig geben können:
Etwas, das uns niemand sonst geben kann.
Selbstlose Liebe.
Ein Lächeln. Ein ehrliches Kompliment. Ein kurzer Blick, der sagt: Du bist nicht allein.

Diese kleinen Gesten, diese unscheinbaren Momente, sie nähren unsere Seele.
Sie geben Halt. Sie stärken uns.
Und sie zeigen uns: Wir stehen nicht im Wettkampf. Wir sind gemeinsam unterwegs.

Je offener ich für diese weibliche Energie geworden bin, desto schöner wurde das Leben.
Desto bunter der Alltag. Desto leichter die schweren Tage.

Deshalb möchte ich heute einfach mal Danke sagen.
Danke an all die wundervollen Frauen in meinem Leben – ob physisch nah oder digital verbunden.
Ihr inspiriert mich.
Ihr erinnert mich daran, dass wir nicht kämpfen müssen, um zu strahlen.
Dass wir füreinander da sein dürfen. Ohne Neid. Ohne Misstrauen. Einfach nur da. Und echt.

Danke, dass es euch gibt.
Danke, dass wir gemeinsam leben, lieben, lachen und lernen dürfen.
Für eine Welt, in der „Girls support Girls“ nicht nur ein Spruch ist, sondern eine Haltung.

„Nenn mich ruhig Oma – ich bin lieber glücklich als laut“

Du bist ja schon wie eine Oma.
Du verhältst dich wie eine alte Frau.

Gesagt, als wäre das ein Vorwurf. Als sollte es mich treffen, verletzen – oder zumindest abwerten. „Oma“ als Synonym für langweilig. Für „nicht mehr ganz dabei“. Als müsste ich mich plötzlich schlecht fühlen, als wäre es mir gar nicht bewusst, wie ich lebe und wer ich bin.

Wie eine Omi also – weil ich Ruhe in meinem Leben bevorzuge?
Weil ich nicht mehr feiern gehe, nicht mehr auf langen Nächten durch dunkle Clubs unterwegs bin? Lärm, Alkohol, Gedränge – das alles kenne ich gut. Ich war lange genug mittendrin. Von einer Party zur nächsten, fast auf der Jagd nach Adrenalin – oder vielleicht eher: auf der Flucht vor der Stille.

Ein hoher Puls und ein Tinnitus im Ohr.

Versteht mich nicht falsch – das hier soll keine umgedrehte Abwertung werden. Ich war selbst jahrelang die „Partymaus“, immer dabei, immer unterwegs, immer bereit. Nie „Nein“ sagen, nie aus der Reihe tanzen – ironischerweise. Ich wollte schon damals meistens einfach nur zu Hause bleiben. Aber Gruppenzwang ist laut. Und der Wunsch, dazuzugehören, ist manchmal noch lauter.

Ich dachte: Sag besser nichts. Sei lieb. Sei pflegeleicht. Mach es allen recht.
Denn wenn ich „nein“ sage und sie zeigen mir, dass sie gar nicht meine Freunde sind – was dann? Dann bin ich ganz allein, mit mir selbst und meinem „langweiligen Dasein“.

Also schluckt man es runter. Wieder und wieder.
Bis man sich selbst kaum noch wiedererkennt.

Menschenmengen, die mich nervös machen. Lärm, der mich sogar beim Staubsaugen stresst. Und als Höhepunkt: Betrunkene Menschen um mich herum, kein einziger sicherer Hafen in Sicht. Keine Komfortperson. Keine Nähe. Kein Schutz.

Im besten Fall wird man dann auch noch vergessen – das stärkt angeblich den Charakter.

Ich habe oft erzählt, wie es mir geht. Von Angst, von schlaflosen Nächten. Von Panik, die sich im Körper festsetzt wie Blei. Aber wer will das schon hören? Niemand hat gefragt.
Vielleicht habe ich zu viel erwartet. Vielleicht vergessen, dass Freundschaft kein Versprechen ist.

Oder?
Vielleicht war das nie echte Freundschaft.

Ich habe für andere gelebt. Bin nüchtern geblieben, weil jemand fahren musste – aber wehe, ich war müde. Oder wollte früher heim. Keine Chance. Ich war nicht ich, ich war Funktion.

Und wenn ich doch mal mitgetrunken habe? Dann eben ganz oder gar nicht. Nicht nachdenken. Nicht zweifeln. Nicht fühlen.
Letztes Mal was ins Glas bekommen? Dieses Mal besser aufpassen.
Kreislaufprobleme? Gibt’s nicht. Nur zu wenig Alkohol.
Belästigt worden? Ach komm, stell dich nicht so an. Macht doch jeder.

Und mittendrin in diesem absurden Fiebertraum merkte ich wieder:
Irgendwas ist falsch an mir.
Ich habe bestimmt wieder alles falsch gemacht.
Und zack – stehe ich allein da.
Ob in einer fremden Stadt oder ein paar Straßen weiter – allein ist allein.

Aber: Bloß nicht an mich denken. Bloß keine schlechte Freundin sein.
Immer schön aufpassen, dass es allen anderen gut geht. Immer schön funktionstüchtig bleiben.

Ich könnte stundenlang so weiterschreiben. Und vielleicht tue ich das auch.
Aber zurück zum Thema: Das Oma-Sein.

Heute muss ich mich selbst immer wieder daran erinnern:
Ich bin wichtig.
Meine Gefühle zählen.
Ich darf eine Meinung haben. Ich darf spüren, was ich will – und was nicht. Und vor allem: mit wem.

Wenn ich dann allein zu Hause bin, dann ist das okay.
Dann ist das sogar schön. Ich habe Zeit für meine Hobbys. Oder einfach fürs Nichtstun.

Ich habe gelernt, dass ich keine Angst mehr haben muss vor dem Alleinsein.
Ich mag es sogar.
Nicht jeder wird mich verstehen. Nicht jeder wird mich mögen.
Und das ist okay.

Die Menschen, die wirklich zu mir passen, kommen ganz von allein in mein Leben.
Alle, die ich „überreden“ müsste, gehören sowieso nicht zu mir.

Und das tut weh – klar.
Es tut immer weh, zu merken, dass sich Menschen nicht für mich interessieren, sondern nur jemanden brauchen, der verfügbar ist.
Aber heute höre ich früher auf die kleinen Alarmglocken.

Man kann mich nicht mehr klein machen. Nicht mehr einschüchtern. Nicht mehr manipulieren.

Ich liebe es, wie eine Omi zu leben.
Früh aufstehen, mit dem Hund gehen. Kaffee im Garten. Pflanzen beobachten, gießen. Lernen – je nachdem, was gerade ansteht. Trainieren, arbeiten, Hobbys nachgehen. Heute das eine, morgen drei auf einmal. Kochen. Backen. Am Abend auf der Couch liegen und mein Zuhause genießen.

Oder hier sitzen, vor dem PC, und einen Blogpost über mein Leben schreiben – in meinem Tempo. Ohne Schuldgefühl.

Ich gehe raus, wann ich will. Und mit wem ich will.
Und selbst wenn das meistens nur ich bin – dann ist das so.
Die kleine Ines von damals wäre stolz auf mich.
Vielleicht ein bisschen verängstigt – aber stolz.

Und genau das zählt.
Ich bin glücklich, so wie ich bin.
Was für mich bestimmt ist, wird seinen Weg schon zu mir finden.

Ob das jetzt nach Oma klingt oder eher nach Kräuterhexe – sei dahingestellt.
Hauptsache, ich verliere mich nie wieder selbst, nur um anderen zu gefallen.

Monatsende, Gedankenanfang – Ein Lebenszeichen aus dem Hexengarten 🌻✨

Das langersehnte Update aus dem kunterbunten Leben eurer Kräuterhexe des Vertrauens ist da!
Ganz ehrlich? Ich schreibe gerade einfach drauflos – ohne Plan, ohne Drehbuch – nur mit dem Bedürfnis, mich wieder einmal zu melden und meiner Kreativität ein bisschen Auslauf zu gönnen.

Die letzten Wochen waren intensiv: aufregend, anstrengend, voller Überraschungen. Türen haben sich geöffnet, kleine und große Fortschritte sind passiert, und Stück für Stück formt sich mein Weg weiter.
Manche Entwicklungen kamen schneller, als ich je gedacht hätte – schöne Überraschungen, wohltuende Veränderungen, neue Perspektiven. Auch mein Umfeld setzt sich langsam wieder zu einem stimmigen Bild zusammen. Und das Wichtigste: Mein Garten steht in voller Blüte – jetzt fehlt nur noch der Sommer.

Apropos Sommer: Meine alte Bekannte, die Sonnenallergie, hat sich mal wieder blicken lassen. Aber was soll’s – annehmen, was ist. Reinsteigern bringt erfahrungsgemäß nichts, also: Sonnenhut auf und weiter geht’s. 🌞

Morgen startet die letzte Woche im Mai – und sie bringt einiges mit sich.
Ein Karriereumschwung steht an, ein Comeback bahnt sich an. Eine neue Lern- und Prüfungsphase beginnt, und die Natur ruft laut nach mir. Auch ein paar „neue alte“ Hobbys klopfen an und wollen wieder in mein Leben gelassen werden. Viel los bei der Maus!

Was ich mir außerdem ganz fest vornehme: Auch hier auf meinem Blog möchte ich wieder mehr präsent sein.
Gerade während des Schreibens merke ich, wie sehr mir das gefehlt hat. Die Ideen sprudeln plötzlich wieder, und ich frage mich, warum ich so lange gewartet habe. Vielleicht gibt es ab jetzt regelmäßig Monatsrückblicke – wer weiß, vielleicht inspiriere ich damit ja auch den einen oder die andere.

Passend zur (fast) Halbzeit des Jahres starte ich nun ein neues Kapitel. Mit frischen Ideen, neuen Projekten – also bleibt gespannt! 🌿


Kleiner Mental Health Talk zum Schluss:
Veränderungen bringen oft Unsicherheit, aber auch die Chance zu wachsen.
Ich habe diesen Monat wieder zu meiner Sportroutine zurückgefunden – und es tut einfach gut! Nicht nur mir: Mein Umfeld hat sich davon anstecken lassen, ganz ohne Druck, ganz ohne „Muss“. Einfach weil Bewegung Freude machen darf. 💪✨
Gleichzeitig habe ich meine Ernährung ein wenig lockerer gehandhabt – was völlig okay ist. Aber ich spüre, dass mein Körper wieder nach mehr Struktur und bewussterem Umgang ruft – also nehme ich das als freundliche Einladung für den Juni.

Auch emotional war dieser Monat fordernd – meine Empathie war gut gefragt. Aber hey, genau das gehört zum Leben dazu.
Und trotzdem (oder gerade deshalb?) war dieser Monat voller schöner Momente: Herzensmenschen, mein vierbeiniger bester Freund, viel Zeit in der Natur, viele magische Gartenstunden.
Ich habe das Gefühl, das Universum hat mir viel zurückgegeben. Meine Gedanken waren kraftvoll – und ich habe endlich das Gefühl, wirklich ich zu sein. Und zu bleiben. In meinem Tempo. Mit den richtigen Menschen an meiner Seite.

Mental ging es mir diesen Monat tatsächlich durchgehend gut – und das ist ein kleines, großes Wunder für mich. Das heißt nicht, dass es nie wieder Tiefs geben wird – aber es zeigt mir: Ich bin auf dem richtigen Weg.

Und vor allem bin ich bereit, diesen Weg jetzt wirklich zu gehen.
Mit mehr Leichtigkeit, mit Vertrauen. Denn: Jetzt ist meine Zeit.

Bleibt euch selbst treu. Gebt euch die Zeit, die ihr braucht. Nicht alles, was man sät, wird sofort geerntet – aber das heißt nicht, dass es umsonst war.
Vertraut darauf, dass alles, was wir ins Universum schicken, den Weg zu uns zurückfinden wird.
Vergesst nie, die kleinen (und großen) schönen Dinge zu schätzen. Und glaubt an euch – denn manchmal brauchen gute Dinge einfach ein bisschen Zeit.

Bis zum nächsten Mal, ihr wundervollen Seelen! 🌙💫

🌗„Warum gute Zeiten manchmal schwerer sind als schlechte“

Das Ding mit Depressionen ist – zumindest nach meinen Erfahrungen – dass zu viel Serotonin ein Trigger sein kann.
Das klingt im ersten Moment vielleicht paradox. Ist es vermutlich auch. Aber lass mich das mal aus meiner Perspektive erklären.

Zurzeit reihen sich bei mir kleine Erfolge aneinander. Natürlich ist nicht alles nur gut und positiv, aber ich würde sagen, dass ich gerade eine gute Phase habe. Ich bin produktiv, erreiche Ziele, merke, wie sich mein Weg zusammenfügt, wie ich meine Stimme finde. Ich tue Dinge, die mir Freude machen, habe einen Alltag gefunden, der mir guttut. Es gibt Routinen, aber auch Platz für Spontanität – und um mich herum passieren spannende Dinge.
Gerade sind da viele positive Emotionen.

Und trotzdem ist da dieser Stein in der Magengrube.
Ein Klotz, der mich nach unten zieht.
Ein Gefühl von Leere und Überforderung zugleich.

Fast so, als stünden meine Gedanken im ständigen Kampf miteinander.

Und genau das ist es, was Heilung ausmacht – zumindest für jemanden mit Depressionen:
Ein inneres Gerangel zwischen endlich glücklich sein dürfen – und der Angst davor.

Fast so, als würde man es sich selbst nicht gönnen.
Als wäre es zu gut, um wahr zu sein.
Das vorhersehbare Ende jeder guten Phase – ein Automatismus, an den man sich irgendwann gewöhnt.
Ein Schutzmechanismus, der uns aufs Schlechteste vorbereitet – bis wir anfangen, genau das zu erwarten, es regelrecht zu suchen.

Niemand bereitet uns darauf vor. Niemand sagt uns, wie wir damit umgehen sollen.

„Ach, die Vergangenheit ist vorbei – schließ doch einfach damit ab.“
Das ist vermutlich eine der häufigsten Floskeln, wenn man mit jemandem darüber spricht.

Aber was, wenn das „Abschließen“ gar nicht das Problem ist?

Was, wenn da seelische Narben sind – battle scars, wie man sie sonst nur von Veteranen kennt.
Im Film sagt dann niemand: „Schließ damit ab.“
Da heißt es eher: „Der ist fürs Leben gezeichnet.“
Und das ist ja auch nicht falsch.

Aber was, wenn es Menschen mit emotionalem Trauma ganz ähnlich geht?
Nur denkt daran kaum jemand.
Viele denken ohnehin nicht weiter als bis zur Tischkante – wenn wir ehrlich sind.

Während ich das hier schreibe, klingt es fast so, als hätte ich eine Antwort.
Aber ehrlich gesagt: Ich weiß nicht, ob es überhaupt eine gibt.

Natürlich werde ich weiterhin nach Wegen suchen, nach Tools und Tricks – bei mir selbst, in Gesprächen, in Büchern.
Und wenn mir etwas hilft, teile ich das gern.

Aber heute – hier und jetzt – wollte ich die Katze einfach mal aus dem Sack lassen.
Vielleicht wird es leichter, wenn dieser Kloß ein bisschen frische Luft bekommt.
Wenn wieder Platz zum Fühlen da ist.

Es ist spannend, wie unser Nervensystem funktioniert.
Muscle Memory – nur eben für Emotionen.

Ich würde es nennen: die Angst vorm Glücklichsein.

Wenn mich jemand fragen würde, wie ich mit diesen Momenten umgehe – mit diesem Gefühl, wenn die Depression wieder an der Tür klopft oder durchs Fenster späht –
dann würde ich sagen:
Tritt der Angst ohne Angst entgegen.

Behandle sie nicht als Feind.
Lass sie herein.
Setz dich mit ihr an den Tisch.
Vielleicht sogar auf eine Tasse Tee.

Denn was haben wir immer wieder gelernt?
Angst ist kein Monster – sie ist ein Wegweiser.
Ein inneres Kind, das einfach nicht weiß, wohin mit sich.

Also: Fangen wir doch einfach mal damit an, ein inspirierender Erwachsener zu sein.
Jemand, der für all diese Ängste einen sicheren Raum schafft.
Einen Ort, an dem sie endlich zur Ruhe kommen dürfen.

Body Dysmorphia – Wenn der Blick in den Spiegel zur Zerreißprobe wird

Ein persönlicher Erfahrungsbericht über Selbstwahrnehmung, Heilung und den Mut, sich selbst neu zu sehen.

Body Dysmorphia – oder auf Deutsch: Körperdysmorphe Störung – ist ein Thema, das oft übersehen, belächelt oder nicht ernst genug genommen wird. Aussagen wie „Jeder hat doch mal einen schlechten Tag“ oder „Du bildest dir das nur ein“ sind typische Reaktionen, wenn man sich öffnet und versucht, dieses innere Leiden in Worte zu fassen. Und doch ist es real. Es betrifft viele. Und es wird Zeit, dass wir anfangen, darüber zu sprechen – offen, ehrlich, ohne Scham.

Ich möchte diesen Beitrag nutzen, um meine eigene Geschichte zu teilen. Nicht, weil ich Antworten auf alles habe. Sondern weil ich glaube, dass wir uns gegenseitig Kraft geben können, wenn wir anfangen, ehrlich zu sein – mit uns selbst und miteinander.

Der verzerrte Blick

Ich bin 26 Jahre alt und kann mit Überzeugung sagen: Ich habe keine Ahnung, wie mein Körper wirklich aussieht. An manchen Tagen sehe ich in den Spiegel und denke mir: „Hey, du siehst gut aus. Gesund. Stark. Du fühlst dich wohl.“ Und dann – manchmal nur Minuten später – kippt dieses Bild. Plötzlich fühle ich mich aufgedunsen, falsch proportioniert, fehl am Platz in meinem eigenen Körper. Kleidung, die gestern noch passte, wirkt heute wie ein Vergrößerungsglas für alles, was ich an mir nicht sehen will.

Und obwohl ich körperlich gesund bin und auch mental gerade in einer guten Phase stecke, hat mich Body Dysmorphia wieder eingeholt. Wie ein leiser Schatten, der plötzlich ganz laut wird.

Der Moment auf der Waage

Neulich im Fitnessstudio: Ich tanze fröhlich vor dem Spiegel, stolz auf mein Training, auf meinen Fortschritt, auf meine gesunde Routine. Dann steige ich spontan auf die Waage – und plötzlich ist alles anders. Der Raum wird still. Die Zahl trifft mich wie ein Schlag in die Magengrube. Ich sehe mich im Spiegel und erkenne mich nicht mehr. All das Positive, das ich eben noch gespürt habe, ist wie weggeblasen.

Meine Gedanken überschlagen sich: „Ich darf heute nichts mehr essen.“„Was denken die anderen, wenn sie mich in dieser Leggings sehen?“„Ich muss sofort strenger mit mir werden.“
Ein Strudel aus Selbstzweifel, alten Denkmustern und panischem Kontrollwunsch reißt mich mit.

Aber dann: Stopp. Atmen. Zurück in den Moment.

Der innere Kritiker

Ich kenne ihn mittlerweile gut, diesen kleinen inneren Klotz, der in der Ecke sitzt, schmollt und Angst hat. Der mir einreden will, dass etwas nicht stimmt mit mir. Früher habe ich ihm geglaubt, ihm nachgegeben. Heute versuche ich, ihn bei der Hand zu nehmen. Ihm zuzuhören – aber nicht mehr mein Leben von ihm diktieren zu lassen.

Denn ich weiß inzwischen: Unsere Gedanken sind Kraft. Und wir entscheiden, wie wir sie nutzen.

Mehr als nur Zahlen

Die Zahl auf der Waage sagt nichts über meinen Wert als Mensch. Sie sagt nichts über mein Herz, meine Empathie, meinen Humor oder meine Leidenschaft. Und auch der Spiegel – so oft ein Verstärker unserer Unsicherheiten – ist kein Maßstab für meinen Selbstwert.

Ich habe mir einen gesunden Lebensstil aufgebaut. Ich esse ausgewogen, frisch und mit Genuss. Ich trainiere regelmäßig, weil es mir Spaß macht – nicht, um einem Ideal hinterherzulaufen. Ja, auch ich gönne mir Ramen-Nudeln oder Popcorn. Und genau das ist Balance. Das ist Gesundheit.

Gesellschaftlicher Druck und Selbstannahme

Wir leben in einer Welt, die ständig bewertet – insbesondere den Körper. Social Media, Schönheitsideale, Kommentare von außen: Alles scheint uns zu sagen, wie wir sein sollten. Doch was wäre, wenn wir einfach lernen würden, uns selbst zu gefallen?

Unser Körper ist unser Zuhause. Er ist einzigartig, wandelbar, stark. Es ist völlig in Ordnung, Kilos zu verlieren – und genauso, sie wieder zuzunehmen. Wir sind keine schlechteren Menschen, weil unsere Haut Falten zeigt, weil unsere Beine Cellulite haben oder weil unsere Bauchdecke nicht flach ist. Wir sind Menschen – und genau darin liegt die wahre Schönheit.

Ein neues Kapitel schreiben

Wir alle tragen diesen kleinen Kritiker in uns. Aber wir können lernen, ihm freundlich zu begegnen. Wir können ihm zeigen, dass Veränderung möglich ist. Dass Heilung nicht über Nacht passiert – aber dass sie möglich ist.

Es wird immer Tage geben, an denen wir uns anders fühlen, vielleicht sogar minderwertig. Doch genauso wird es Menschen geben, die uns lieben, bewundern und inspirierend finden – so wie wir sind. Warum also nicht selbst zu diesem Menschen werden? Zu jemandem, der sich selbst liebevoll betrachtet und sich erlaubt, die beste Version seiner selbst zu sein?


Mein Statement an die Welt: Du bist nicht allein.

Wenn du diesen Text liest und dich wiedererkennst – bitte sei dir sicher: Du bist nicht allein. Und du bist nicht falsch. Es ist okay, Hilfe zu brauchen. Es ist okay, sich manchmal zu verlieren – solange du weißt, dass du dich auch wiederfinden kannst.

Lass uns aufhören, uns klein zu machen. Lass uns lernen, uns selbst wieder zu sehen – mit liebevollen Augen.

Denn wahre Schönheit beginnt dort, wo du beginnst, dich selbst zu akzeptieren.

⏸️“Zu viel, zu laut, zu schnell – Warum unser Inneres manchmal die Pause-Taste drückt“

Zurzeit fühlt sich mein Leben an wie eine emotionale Achterbahnfahrt. Manchmal komme ich mir vor, als würde ich schlafwandeln – halb wach, halb weggetreten – und so hänge ich irgendwo dazwischen. Die Sprünge zwischen Höhen und Tiefen sind heftig und überrumpeln mich oft selbst.

Es passiert gerade viel: Träume und Ziele, die lange wie ferne Visionen wirkten, werden plötzlich greifbar. Dinge, die ich mir einst nur ausmalte und zu erreichen hoffte, verwandeln sich in reale Schritte, echte Entwicklungen. Und mit dieser Realität kommt das Chaos. Denn auf das, was passiert, wenn Wünsche langsam Wirklichkeit werden, kann man sich nicht wirklich vorbereiten. Die eigene Welt passt sich an, Stück für Stück, wenn man seine Träume beharrlich verfolgt.

Manchmal läuft eine Woche gut. Erfolge – egal wie klein – häufen sich. Man will sich festhalten an diesem Glück, traut sich aber kaum, zu sehr darauf zu bauen. Denn insgeheim weiß man: Es wird nicht immer so bleiben. Es kann nicht immer so bleiben.
Und dann kommen sie wieder, diese anderen Wochen. Zeiten, in denen sich alles anfühlt, als würde man einen Purzelbaum nach dem anderen schlagen. Zeiten, in denen einem das Leben eine gefühlte Faust in den Magen rammt.
Ich weiß: Rückschläge gehören dazu. Dinge brauchen oft mehr als einen Anlauf. Trotzdem – jedes Mal versuche ich, mir die Freude auf kommende Erfolge nicht von Niederlagen nehmen zu lassen.

Was ich dabei über die Jahre gelernt habe: Mein Körper schaltet in solchen Phasen auf Standby. Es passiert einfach. Und auch wenn ich früher dagegen angekämpft habe, versuche ich heute, diese Reaktion nicht mehr zu bewerten. Ich bin weder „zu sensibel“ noch „zu schwach“ oder „überfordert“. Im Gegenteil: Oft ist genau das die Zeit, in der meine Gedanken am lautesten sind und die kreativste Inspiration entsteht. Ich feiere heute, dass ich diesen inneren Sturm zulassen kann. Das war nicht immer so.

Heute dreht sich in meinem Kopf vieles um ein bestimmtes Gefühl: Numbness – Taubheit.
Viele verbinden damit ein Gefühl von Leere, von „Game Over“. Nichts fühlen, nichts denken, einfach nichts. Aber für mich bedeutet Numbness das Gegenteil: Es ist zu viel.
Zu viele Gedanken, zu viele Gefühle, zu viel Energie – alles gleichzeitig, am selben Ort, in derselben Person. Numbness ist nicht Abwesenheit, sondern ein Schutzmechanismus. Der Standby-Modus unserer Seele.

Ich gehe achtsam mit diesem Begriff um, weil ich mich selbst oft als „zu viel“ empfunden habe – und auch andere mir das immer wieder gespiegelt haben. Ich liebe zu viel, trauere zu viel, denke zu viel, rege mich zu viel auf. Aber heute weiß ich: Zu viel ist nicht falsch. Es ist einfach meine Art, die Welt zu erleben.

Und genau deshalb will ich mit diesem Text ein kleines Missverständnis aufklären:
Das Gefühl der Taubheit ist kein Zeichen von Schwäche. Es ist ein Zeichen dafür, dass unser Inneres auf sich selbst aufpasst. Dass unser Körper uns sagt: Stopp. Kurz innehalten. Sammeln. Atmen.

Viele Menschen ignorieren diese Signale. Sie kämpfen dagegen an. „Sei doch nicht so sensibel“, „Du brauchst eine dicke Haut“ – solche Sätze hören wir alle. Aber ich habe für mich entschieden: Ich will nicht abstumpfen. Ich will nicht verdrängen. Denn verdrängte Gefühle verschwinden nicht. Sie werden nur tiefer, schwerer, wie ein Eisberg unter der Wasseroberfläche. Und irgendwann – kracht es.

Deshalb lerne ich – dieses Jahr mehr denn je –, dass wir niemals auslernen.
Egal, wie viel wir fühlen, verstehen, reflektieren. Egal, wie viele Perspektiven wir einnehmen oder wie gut unsere Intentionen sind. Lernen hört nicht auf. Wachsen hört nicht auf.

In schwierigen Phasen bleibe ich heute hartnäckig – aber auf meine Art.
Ich beiße mich nicht blind durch. Ich nehme mir Zeit. Ich bleibe sanft mit mir selbst, ohne mich dabei zu verlieren. Und das ist vielleicht die stärkste Form von Durchhalten, die es gibt.

🌿 Was ist eigentlich Kräuterpädagogik?

„Kräuterpädagogik?“ Klingt vielleicht im ersten Moment nach Märchenwald, Räucherstäbchen und selbstgestrickten Wollsocken – aber dahinter steckt viel mehr als nur romantische Naturbilder.
Die Kräuterpädagogik ist eine fachlich fundierte, praxisorientierte Ausbildung, die sich mit der Welt der Wildpflanzen und Heilkräuter beschäftigt – und zwar mitten aus dem echten Leben heraus.

🌱 Worum geht’s genau?

Kräuterpädagogik vermittelt Wissen über:

  • Wildkräuter, Heilpflanzen & essbare Wildpflanzen
  • Bestimmung, Sammelregeln & nachhaltige Nutzung
  • Verarbeitung zu Tees, Tinkturen, Salben, Wildkräuterküche & Naturkosmetik
  • Die Rolle von Pflanzen in Volksheilkunde, Brauchtum & Kulturgeschichte

Es geht also nicht nur darum, Pflanzen zu erkennen – sondern auch, sie verantwortungsvoll zu nutzen und dieses Wissen weiterzugeben.


🧑‍🏫 Was lernt man als Kräuterpädagog*in?

Eine gute Ausbildung beinhaltet:

  • Botanische Grundlagen (aber keine Angst, kein Biologie-Studium nötig!)
  • Pflanzenwissen in Theorie & Praxis
  • Exkursionen in die Natur, Kräuterwanderungen, Verarbeitungstage
  • Rechtliche Grundlagen (z. B. Naturschutz, Sammelvorgaben)
  • Didaktik – also wie man Wissen verständlich weitervermittelt

Kräuterpädagogik ist eine Mischung aus Naturwissen, Handwerk, Tradition & Pädagogik. Und das macht sie so besonders.


🌻 Und was macht man dann damit?

Spoiler: Mehr als Brennnesseltee im Thermobecher servieren 😉

Ein paar Beispiele für Karriere- & Wirkfelder:

  • Selbstständigkeit: als Kräuterpädagog*in mit Kursen, Führungen, Workshops, Naturkosmetik oder Wildkräuterküche
  • Tourismus & Regionalentwicklung: z. B. Kräuterwanderungen, Natur-Erlebnistage, Ferienprogramme
  • Pädagogik & Bildung: Angebote für Schulen, Kindergärten, Erwachsenenbildung
  • Landwirtschaft & Hofpädagogik: Wildkräuter als Teil eines ganzheitlichen Hof- oder Gartenkonzepts
  • Gesundheitswesen & Prävention (ergänzend, nicht therapeutisch!)
  • Marketing & Produktentwicklung: Kräuterprodukte, Naturmanufakturen, DIY-Kits usw.

Kurz gesagt: Überall da, wo Natur, Bildung und Begeisterung aufeinandertreffen 💚

🛑 Warum gesunde Ernährung oft scheitert – und wie du trotzdem dranbleiben kannst 💪🥦

Wir alle wissen: Gesunde Ernährung ist gut für Körper, Geist und langfristige Gesundheit. Und trotzdem… fällt es im Alltag oft schwer, wirklich dranzubleiben. Warum ist das so? Und was kann man dagegen tun?

🚧 Die häufigsten Hindernisse auf dem Weg zur gesunden Ernährung:

1. Zeitmangel ⏳
Kochen, Einkaufen, Vorbereiten – klingt anstrengend, besonders nach einem langen Arbeitstag. Da gewinnt der Lieferdienst leider oft das Rennen.

2. Verlockungen überall 🍕🍫
Süßigkeiten im Büro, Fast Food an jeder Ecke, Netflix & Chips – wir leben in einer Welt voller Versuchungen. Willenskraft? Ja, aber sie ist begrenzt.

3. Fehlende Planung 📅
„Was ess ich heute?“ Wenn die Antwort spontan kommt, wird’s meist nichts Grünes. Ohne Plan rutscht man schnell in alte Gewohnheiten.

4. Soziale Einflüsse 👨‍👩‍👧‍👦
Familie, Freunde, Kollegen – nicht jeder zieht mit, wenn du plötzlich Vollkorn statt Pizza willst. Und manchmal will man ja auch einfach dazugehören.

5. Zu hohe Erwartungen 🎯
Viele denken: „Ab morgen esse ich nur noch gesund!“ – und nach zwei Tagen ist der Frust groß, weil’s nicht perfekt lief. Schwarz-Weiß-Denken ist ein echter Motivation-Killer.

6. Mangelndes Wissen ❓
Was ist eigentlich wirklich gesund? Zwischen Low Carb, Clean Eating und Superfood-Trends blickt man manchmal nicht mehr durch.


✅ Und wie klappt’s trotzdem? Tipps für mehr Gelassenheit & Erfolg:

🌱 1. Klein anfangen – groß denken.
Nicht alles auf einmal ändern. Starte z. B. mit einem gesunden Frühstück oder einem „Grünen Tag“ pro Woche.

📦 2. Plane deine Mahlzeiten.
Meal Prep ist kein Muss, aber schon ein grober Wochenplan hilft, bewusster einzukaufen und besser zu essen.

🍫 3. Erlaub dir auch Ausnahmen.
Verbote machen nur Heißhunger. Gönn dir bewusst ab und zu etwas – ohne schlechtes Gewissen.

👯 4. Hol dir Unterstützung.
Ob Partner, Freunde oder Community – gemeinsam ist’s leichter. Und: Man fühlt sich weniger „komisch“ mit seinem Vollkornbrot im Freundeskreis 😄

📚 5. Informier dich – aber bleib entspannt.
Du musst kein Ernährungsexperte werden. Aber ein bisschen Grundwissen (z. B. welche Fette sind gesund?) macht schon viel aus.

❤️ 6. Sei nett zu dir selbst.
Ein Rückfall ist kein Weltuntergang. Wichtig ist nicht, wie oft du fällst – sondern dass du wieder aufstehst und weitermachst.


Fazit:
Gesunde Ernährung ist kein Sprint, sondern eher ein Roadtrip mit Umwegen, kleinen Pannen – und jeder Menge Lernmomente. 🚗🌿
Perfekt wird’s nie – aber besser geht immer. Und das zählt. 💚